Wirtschaftsführer bleiben optimistisch in Bezug auf Handelsbewegungen im Jahr 2024: Studie von Economist Impact und DP World

DAVOS, 16. Januar 2024 (WAM) -- Trotz der Herausforderungen des Jahres 2023 und der eskalierenden geopolitischen Spannungen bleiben die Wirtschaftsführer für das Jahr 2024 erstaunlich optimistisch, so eine neue Studie von Economist Impact und DP World, die heute auf dem Weltwirtschaftsforum vorgestellt wurde.

Der Hauptgrund dafür ist die wachsende Überzeugung, dass die Technologie die Effizienz und Widerstandsfähigkeit der Lieferketten verändern wird. Angesichts der zunehmenden Besorgnis über Protektionismus, globale Fragmentierung und politische Instabilität bewerten Unternehmen die Risiken innerhalb ihrer Lieferketten neu und setzen auf Friendshoring und duale Lieferkettenstrategien.

Die vierte jährliche Studie "Trade in Transition", die von DP World in Auftrag gegeben und von Economist Impact durchgeführt wurde, hat die Perspektiven von Handelsexperten und Führungskräften aus einer Vielzahl von Regionen und Sektoren erfasst. In dieser Zeit des beispiellosen Wandels - erhöhte geopolitische Risiken, die dringende Realität des Klimawandels und bedeutende technologische Fortschritte - sehen sich Unternehmen mit komplexen Herausforderungen konfrontiert, die jedoch auch Chancen bieten.

Die weltweite Umfrage unter 3 500 Führungskräften von Unternehmen ergab, dass Technologien, die die Effizienz und Widerstandsfähigkeit der Lieferketten verbessern, die Hauptquelle für den Optimismus der Unternehmensleiter sind, wenn es darum geht, die Zukunft des globalen Handels zu beurteilen. Im Mittelpunkt dieser Einschätzung steht die weit verbreitete Einführung von KI. 98 % der Führungskräfte setzen KI bereits ein, um mindestens einen Aspekt ihrer Lieferkettenabläufe zu revolutionieren.

Von der Lösung von Problemen bei der Bestandsverwaltung über die Senkung von Handelskosten bis hin zur Optimierung von Transportrouten - Führungskräfte nutzen die Vorteile der Integration von KI. Ein Drittel der Unternehmen setzt KI ein, um die Gesamtkosten des Handelsbetriebs zu senken, und ebenso viele, um die Ressourcen- und Lieferkettenplanung zu verbessern. Mehr als ein Drittel der Unternehmen hält den verstärkten Einsatz digitaler Tools für ein verbessertes Bestandsmanagement für die effektivste Strategie zur Senkung der Gesamtkosten für Handel und Lieferkette.

Die Unternehmen gehen davon aus, dass sie in diesem Jahr ihren Technologieeinsatz weiter erhöhen werden. Dies ist ein proaktiver Ansatz, der das Engagement für den Einsatz von Innovationen unterstreicht, um die sich entwickelnde Geschäftslandschaft mit höherer Effizienz und Widerstandsfähigkeit zu meistern. Ein Drittel der Befragten wird sich auf fortschrittliche Automatisierung und Robotik zur Steigerung der Logistikeffizienz konzentrieren; 28 % werden sich der Blockchain zuwenden, um die Rückverfolgbarkeit und Datensicherheit zu verbessern; und 21 % werden künstliche Intelligenz, Big-Data-Analytik und prädiktive Analytik für Echtzeiteinblicke und Störungsprognosen einsetzen.

In der neuen Ära der Globalisierung prägen erhöhte geopolitische Risiken die Konturen des globalen Handels, da die Unternehmen versuchen, die Risiken in ihren Lieferketten zu verringern. Mehr als ein Drittel der Unternehmen nutzt Friendshoring, um den Handel und die Lieferketten zu gestalten, während 32 % parallele Lieferketten oder eine doppelte Beschaffung einrichten.

Darüber hinaus entscheidet sich mehr als ein Viertel der Unternehmen für eine geringere Anzahl von Lieferanten - ein Anstieg um 16 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr -, da die Unternehmen die Vorteile der Konsolidierung gegenüber der Diversifizierung und der Kontrolle gegenüber der Ausfallsicherheit abwägen.

Die Befürchtungen, dass politische Instabilität, zunehmende Handelskonflikte und globale Fragmentierung das Wachstum beeinträchtigen könnten, nehmen zu. Ein Fünftel der Unternehmen macht sich Sorgen über höhere Zölle oder Unsicherheiten im Zusammenhang mit Zöllen in wichtigen Märkten, in die sie exportieren oder aus denen sie importieren. Tatsächlich betonen 22 % der Führungskräfte die Herausforderung der politischen Instabilität in ihren Beschaffungsmärkten, während fast ein Viertel (23 %) über die zunehmende geopolitische Unsicherheit besorgt ist.

Economist Impact führte mit Hilfe der GTAP-Plattform (Global Trade Analysis Project) eine quantitative Handelsanalyse durch, um den potenziellen globalen Produktionsverlust durch hypothetische Szenarien einer weiteren "geoökonomischen Fragmentierung" zu schätzen. In einem Szenario, das sich auf deutlich erhöhte Handelsschranken für High-Tech-Güter konzentriert - ein Schwerpunkt im aktuellen geopolitischen Klima -, prognostizierte Economist Impact einen Rückgang des weltweiten BIP um 0,9 %.

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