WIEN, 11. Februar 2024 (WAM) - Österreich wird auf dem World Governments Summit 2024, der morgen in Dubai eröffnet wird, seine Präsenz zeigen.
Das Alpenland setzt sich während der globalen Veranstaltung für drei Schlüsselbereiche ein: den Übergang zu sauberer Energie, die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) und die Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Der vorliegende Bericht befasst sich mit diesen Initiativen und beleuchtet die ehrgeizigen Ziele und Erfolge Österreichs.
Führend bei der grünen Wende
Österreich legt die Messlatte hoch und strebt innerhalb der nächsten 16 Jahre Klimaneutralität an. Dieses ehrgeizige Ziel stellt eine Revolution der erneuerbaren Energien in den Vordergrund und sieht vor, bis zum Jahr 2030 100 % des Stroms aus sauberen Quellen zu erzeugen. Dies geht aus dem österreichischen Erneuerbare-Energien-Ausbaugesetz (EAG) hervor, das im März 2021 verabschiedet wurde und als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu dem ehrgeizigen Ziel gilt, bis zum Jahr 2030 100 % des Stroms im Land aus erneuerbaren Energien zu erzeugen.
Derzeit bildet die Wasserkraft das Rückgrat des österreichischen Energiemixes, so die offiziellen Zahlen der E-Control, der österreichischen Energieregulierungsbehörde. Das Land bemüht sich jedoch aktiv um eine Diversifizierung und den Ausbau der Wind- und Solarenergiekapazitäten, um seine Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien zu erreichen.
Das EAG ist Teil der Bemühungen Österreichs, den Anteil der erneuerbaren Energien von derzeit 75 % auf 100 % im Jahr 2030 zu erhöhen. Die Regelung des Landes zur Förderung der Ökostromerzeugung wurde von der Europäischen Kommission genehmigt, und die Zahlungen im Rahmen der Regelung werden sich bis Ende 2032 auf schätzungsweise 4,4 Mrd. EUR belaufen.
Um sein Ziel für 2030 zu erreichen, benötigt Österreich eine zusätzliche Stromerzeugung von 27 TWh. Im Rahmen des EAG sollten etwa 11 TWh aus der Solarenergie stammen, vor allem durch die Initiative für eine Million Photovoltaik-Dachanlagen im ganzen Land. Wind- und Wasserkraft sollen 10 TWh bzw. 5 TWh beisteuern, während Biomasse etwa 1 TWh ausmacht.
KI: Ein Werkzeug für den Fortschritt
Österreich sieht in der KI ein leistungsfähiges Instrument zur Bewältigung komplexer Probleme und zur Schaffung von Chancen. Durch den Einsatz von KI will das Land seine Wirtschaft ankurbeln, den Arbeitskräftemangel überbrücken und den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften beheben. Österreichische Interessenvertreter, Institutionen und Vertreter des Privatsektors freuen sich darauf, auf dem World Governments Summit mehr über die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz zu erfahren. Wie der Rest der Welt ist auch Österreich an der Entwicklung von KI-Technologien interessiert, um das menschliche Leben zu erleichtern, Möglichkeiten zur Lösung bisher unlösbarer Probleme zu schaffen und neue Chancen zu eröffnen, die zum Wirtschaftswachstum beitragen.
Österreichs KI-Sektor erlebt ein bemerkenswertes Wachstum, wobei sich die Systemleistung alle 3,5 Monate verdoppelt. Es wird erwartet, dass dieser rasante Fortschritt einen erheblichen Beitrag zur Wirtschaft leisten wird: Experten rechnen mit einer zusätzlichen Wertschöpfung von 7 Milliarden Euro bis 2035.
Nachhaltige Städte bauen
Intelligente Lösungen für wachsende Bevölkerungen: Österreich ist sich des globalen Trends der Urbanisierung bewusst und beteiligt sich aktiv an der Diskussion über nachhaltige Stadtentwicklung. Da über 50 % der Weltbevölkerung in Städten leben (in zwei Jahrzehnten werden es voraussichtlich 70 % sein), konzentriert sich Österreich auf intelligente und nachhaltige Lösungen, um die Bedürfnisse der wachsenden städtischen Gemeinschaften zu erfüllen.
Omar Al Rawi, Mitglied des Wiener Landtags und des Gemeinderats, bekräftigte die Bedeutung der Förderung der internationalen Zusammenarbeit und der Abstimmung globaler Bemühungen zur Bewältigung der großen Herausforderungen, denen sich die Menschheit gegenübersieht, insbesondere des Klimawandels, des Umweltschutzes und der Stärkung der Klimaresistenz, die zu einem globalen Anliegen geworden sind, und lobte die beispiellosen Erfolge der COP28, die kürzlich in den VAE stattfand.
In seiner Erklärung gegenüber der Emirates News Agency (WAM) erklärte Al Rawi, dass die gegenwärtige Ära umfassende Veränderungen und Transformationen mit sich bringe, die es erforderlich machten, sich mit zentralen Themen zu befassen, die über nationale Grenzen hinausgingen und kollektives Handeln erforderten, um bedeutende Herausforderungen zu bewältigen, die sich auf das Leben der Menschen und die Gesellschaft auswirkten und die kein einzelnes Land allein bewältigen und lösen könne.
Die Teilnahme Österreichs am Weltgipfel der Regierungen 2024 unterstreicht sein Engagement für internationale Zusammenarbeit bei der Bewältigung globaler Herausforderungen. Durch den Austausch von Fachwissen und bewährten Praktiken mit anderen Nationen will Österreich seine Führungsposition in den Bereichen erneuerbare Energien, KI-Entwicklung und nachhaltige Stadtplanung festigen. Dieser proaktive Ansatz ebnet den Weg für eine nachhaltigere und wohlhabendere Zukunft für alle.
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