ABU DHABI, 21. Februar 2024 (WAM) -- Im Gebäude des Abu Dhabi Global Market (ADGM) wurde die zweite jährliche Konferenz zur Finanzrestrukturierung in der MENA-Region eröffnet, auf der führende Vertreter der Branche Strategien zur Bewältigung der sich entwickelnden Finanzlandschaft in der Region und der zunehmenden Unternehmensinsolvenzen erörterten.
Die Konferenz begann mit einer Grundsatzrede von Hamad Sayeh Al Mazrouei, Chief Executive Officer der Registrierungsbehörde des ADGM. Er betonte die zentrale Rolle Abu Dhabis bei der Erschließung des Potenzials des Finanzrestrukturierungssektors: "Abu Dhabi steht an vorderster Front bei der Förderung eines stabilen Umfelds für Finanzrestrukturierungen. Durch strategische Initiativen und Partnerschaften unterstützen wir Unternehmen bei der Bewältigung von Herausforderungen und der Nutzung von Chancen und sorgen so für nachhaltiges Wachstum und Stabilität in der Region."
Die Sitzungen konzentrierten sich auf das neue Konkursgesetz der Vereinigten Arabischen Emirate, die Bewertung der Angemessenheit regionaler Insolvenzregelungen und eine Bestandsaufnahme der bisherigen Fortschritte im Bereich der Restrukturierung in der MENA-Region sowie des künftigen Weges.
Abullah Mogheerah, Generalsekretär der saudi-arabischen Konkurskommission (EISAR), betonte die transformative Wirkung des saudi-arabischen Konkursgesetzes. Er sagte: "Unser unermüdliches Engagement ist ein Katalysator für die Wiedereingliederung des Marktes, indem wir den Unternehmen die Instrumente an die Hand geben, mit denen sie das Potenzial des Konkursgesetzes voll ausschöpfen können. Auf diese Weise stärken wir nicht nur die Widerstandsfähigkeit der saudi-arabischen Finanzlandschaft, sondern fördern auch aktiv die wirtschaftliche Vitalität. Dieses bahnbrechende Gesetz ist ein Eckpfeiler, der die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft steigert und die Anziehungskraft privater Investitionen erhöht, wobei der Schwerpunkt auf der Gewinnung ausländischer Investoren liegt, um am Wohlstand unseres Landes teilzuhaben.
Die Branchensitzungen befassten sich mit der Bewertung der Makroökonomie, globalen Trends und deren Auswirkungen auf die MENA-Volkswirtschaften und untersuchten die Widerstandsfähigkeit der Banken in der Region bei der erfolgreichen Bewältigung der steigenden globalen Verschuldungswelle, wobei der Schwerpunkt auf dem effektiven Umgang mit notleidenden Krediten und der Aufrechterhaltung der Qualität der Vermögenswerte lag.
In den Sitzungen wurden außerdem die Fortschritte bei der Restrukturierung von Unternehmen in der MENA-Region untersucht und aufsehenerregende Insolvenzen beleuchtet. Die Präsentationen konzentrierten sich auf die Betonung proaktiver Strategien und die Notwendigkeit starker Anstrengungen zur Überwindung strategischer, organisatorischer und kultureller Herausforderungen.
Den Abschluss des ersten Konferenztages bildeten Podiumsdiskussionen, die sich mit der erfolgreichen Sanierung von Unternehmen mit hohem Fremdkapitalanteil und mit Überlegungen zum Verkauf von aggregierten NPL-Portfolios in der Region befassten.
Am ersten Konferenztag nahmen unter anderem politische Entscheidungsträger, Großunternehmen, Kreditgeber, Sanierungsberater, Vermögensverwalter, Anwaltskanzleien und Hedgefonds teil.
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