NEW YORK, 13. März 2024 (WAM) -- António Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, hat in seiner Botschaft anlässlich des Internationalen Tages zur Bekämpfung von Islamophobie am 15. März vor Hassreden im Internet gewarnt. "Hassreden im Internet schüren die Gewalt im wirklichen Leben", betonte er.
"Der Internationale Tag zur Bekämpfung der Islamophobie fällt in eine Zeit, in der wir in vielen Teilen der Welt eine steigende Flut von antimuslimischem Hass und Bigotterie beobachten", so Guterres.
Institutionelle Diskriminierung und andere Hindernisse verletzen die Menschenrechte und die Würde von Muslimen. Spalterische Rhetorik und falsche Darstellungen stigmatisieren die Gemeinschaften, sagte er.
Ein Großteil dieses beunruhigenden Trends ist Teil eines umfassenderen Musters von Angriffen gegen religiöse Gruppen und gefährdete Bevölkerungsgruppen, darunter auch Juden, christliche Minderheiten und andere, erklärte der UN-Chef.
"Wir müssen Bigotterie in all ihren Formen bekämpfen und ausrotten. Führende Politiker müssen hetzerische Äußerungen verurteilen und die Religionsfreiheit schützen. Digitale Plattformen müssen hasserfüllte Inhalte moderieren und Nutzer vor Belästigungen schützen. Und alle müssen sich zusammentun, um Intoleranz, Stereotypen und Vorurteile zu bekämpfen.
"Lassen Sie uns gemeinsam dafür eintreten, gegenseitigen Respekt und Verständnis zu fördern, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften für alle aufzubauen", so der Generalsekretär abschließend.
Im Jahr 2022 nahm die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine von 60 Mitgliedstaaten der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) unterstützte Resolution an, die den 15. März zum Internationalen Tag zur Bekämpfung der Islamophobie erklärte. In dem Dokument wird betont, dass Terrorismus und gewalttätiger Extremismus nicht mit irgendeiner Religion, Nationalität, Zivilisation oder ethnischen Gruppe in Verbindung gebracht werden können und dürfen. Es ruft zu einem weltweiten Dialog über die Förderung einer Kultur der Toleranz und des Friedens auf, die auf der Achtung der Menschenrechte und der Vielfalt der Religionen und Überzeugungen beruht.