BRÜSSEL, 14. März 2024 (WAM) - Die Mitglieder des Europäischen Parlaments (MEP) haben ihre tiefe Besorgnis über die "katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen, einschließlich der Gefahr einer drohenden Hungersnot" zum Ausdruck gebracht.
In einer Resolution, die mit 372 Ja-Stimmen, 44 Nein-Stimmen und 120 Enthaltungen angenommen wurde, fordern die Abgeordneten Israel auf, unverzüglich die vollständige Lieferung von Hilfsgütern in und durch den Gazastreifen über alle bestehenden Grenzübergänge zu ermöglichen und zu erleichtern, und betonen die dringende Notwendigkeit eines schnellen, sicheren und ungehinderten Zugangs für humanitäre Hilfe. Sie bekräftigen ihre Forderung nach einem sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand, um der drohenden Gefahr einer Massenverhungerung im Gazastreifen entgegenzuwirken, und nach einer sofortigen und bedingungslosen Freilassung aller Geiseln. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz muss sofortigen Zugang zu allen israelischen Geiseln erhalten, die im Gazastreifen festgehalten werden, um sie medizinisch versorgen zu können.
Das Parlament begrüßt maritime Hilfskorridore für den Gazastreifen, betont jedoch, dass die Verteilung auf dem Landweg Vorrang haben muss. Die Abgeordneten fordern die israelischen Behörden auf, die Grenzübergänge Rafah, Kerem Shalom, Karmi und Erez zu öffnen, um die Verbreitung von Krankheiten und den Tod von Kindern durch Unterernährung und Dehydrierung zu verhindern.
Die Abgeordneten verurteilen die Behinderung der humanitären Hilfe und die Angriffe auf humanitäre Konvois aufs Schärfste.