DUBAI, 5. Dezember 2023 (WAM) - Die Vereinigten Arabischen Emirate haben heute auf der COP28 den Start des Fahrplans für die industrielle Dekarbonisierung bekannt gegeben, mit dem Ziel, die Kohlenstoffemissionen der Industrie bis 2050 um kumulativ 2,9 Gigatonnen zu reduzieren.
Die strategische Initiative, die sich auf das verarbeitende Gewerbe und schwer abbaubare Sektoren wie Zement, Eisen, Stahl und Aluminium konzentriert, spiegelt das Engagement des Landes für den Klimaschutz und die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele wider.
Das Ministerium für Industrie und Spitzentechnologie hat den Fahrplan gemeinsam mit strategischen Partnern aus dem Regierungs- und Privatsektor erstellt. Sie wurde im Einklang mit der strategischen Initiative "Net Zero 2050 by" der VAE sowie der dritten Aktualisierung des Nationally Determined Contribution (NDC) der VAE im Rahmen des Pariser Klimaabkommens und der UN-Klimarahmenkonvention erstellt.
Sarah bint Yousef Al Amiri, Staatsministerin für öffentliche Bildung und fortgeschrittene Technologie, sagte: "Seit drei Jahrzehnten sind die VAE unter der Vision ihrer Führung weltweit führend in Sachen Klimaschutz. Das Land war das erste in der Region, das das Pariser Abkommen unterzeichnete, und das erste, das eine strategische Initiative ankündigte, um bis 2050 eine Netto-Null-Emission zu erreichen. Die COP28 stellt eine Fortsetzung unserer Bemühungen um eine schrittweise Energiewende in allen Sektoren dar".
Sie fuhr fort: "Dieser Fahrplan wurde im Einklang mit der Verpflichtung der VAE zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen sowie mit der Strategie des Ministeriums zur Förderung einer nachhaltigen industriellen Entwicklung ins Leben gerufen. Der Start dieser Initiative ist das Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen des Ministeriums und seiner strategischen Partner. Sie wurde durch die Durchführung einer nationalen Studie über den Industriesektor ermöglicht. Sie ist auch das Ergebnis einer nationalen Vision zur Förderung der Einführung fortschrittlicher Technologien und nachhaltiger Best Practices in der gesamten Industrie".
Al Amiri fügte hinzu: "Der Fahrplan konzentriert sich auf die Entwicklung und Einführung fortschrittlicher Technologien, um bis 2050 eine schrittweise Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes um 93 Prozent im gesamten Industriesektor des Landes zu erreichen. Er umfasst eine Reihe von Maßnahmen zur Überwachung und Bewältigung von Herausforderungen sowie zur Entwicklung und Einführung der neuesten Technologien. Er konzentriert sich auch auf die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der Entwicklung des nationalen Industriesektors.
Der Fahrplan umfasst drei Phasen. Die erste zielt darauf ab, die Emissionen bis 2030 um 5 Prozent zu senken, während die zweite eine Reduzierung um 63 Prozent bis 2040 vorsieht. Durch die Skalierung und Kostensenkung von Technologien soll die Emissionsreduzierung bis 2050 93 Prozent erreichen.
Das Ministerium und seine Partner haben die Machbarkeit von mehr als 50 fortschrittlichen Technologien und innovativen Lösungen untersucht und bewertet. Dazu gehören saubere Elektrizität, Kohlenstoffabscheidung, -nutzung und -speicherung (CCUS), Produktionseffizienz, alternative Kraftstoffe, Recycling, Klinkerersatz und Wasserstoff.
Innerhalb des Fahrplans gibt es separate Zeitpläne für die Dekarbonisierung verschiedener schwer abzubauender Sektoren, darunter Eisen, Stahl, Aluminium, Zement und Petrochemie. Die verschiedenen Technologien werden den verschiedenen Branchen zugeordnet, je nachdem, wie viel jede Lösung zur Dekarbonisierung in der jeweiligen Branche beitragen könnte.
Die Roadmap zeigt, dass CCUS, saubere Elektrizität und Effizienzsteigerungen allein für eine 70-prozentige Kohlenstoffreduzierung bis 2050 verantwortlich sein könnten, während die restlichen 23 Prozent durch andere Lösungen abgedeckt werden. Der im Fahrplan dargelegte Aktionsplan wird jährlich 90 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen. Saubere Elektrizität allein könnte zu 41 Prozent der angestrebten Reduzierung bis 2050 beitragen.
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