Lateinamerika und die Karibik wollen auf der COP28 Pläne zur Anpassung an den Klimawandel vorantreiben

Von Marta Perez Cruzado

DUBAI, 11. Dezember 2023 (WAM) -- Unter den Delegationen, die Lateinamerika und die Karibik (LAC) auf der COP28 in Dubai vertreten, eine vielfältige Region, die Giganten wie Brasilien und kleine Inselstaaten umfasst, gibt es eine klare Botschaft: Die Pläne zur Anpassung an den Klimawandel müssen gestärkt werden.

In der Region gibt es große Gebiete, die durch den Klimawandel gefährdet sind, insbesondere indigene und lokale Gemeinschaften, die aufgrund der Klimakrise und unzureichender Anpassungsmaßnahmen bereits mit Vertreibung und Not zu kämpfen haben.

Um wirksame Strategien umzusetzen, müssen die Mittel direkt in diese Länder fließen. Die Länder Lateinamerikas und der Karibik nutzen die COP28, um eine bessere Zugänglichkeit und Verfügbarkeit der für den Klimafonds bereitgestellten Mittel zu fordern, damit sie die Schäden beheben und die Gemeinschaften an die immer größeren Herausforderungen anpassen können.

Außerdem fordern sie Klimagerechtigkeit, da die Industrieländer ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen müssen. Damit wird sichergestellt, dass die am stärksten gefährdeten Regionen des Globalen Südens, die nur 11 Prozent der weltweiten historischen Emissionen ausmachen, nicht weiterhin unverhältnismäßig stark leiden müssen.

Eines der Hauptziele der COP28 ist die Verdreifachung der installierten Kapazität an erneuerbaren Energien bis 2030. Die lateinamerikanische und karibische Region ist in der Lage, bei diesem Vorhaben eine wichtige Rolle zu spielen. Von den 20 Ländern weltweit, deren Energiemix zu über 70 Prozent aus erneuerbaren Energien besteht, befinden sich zwölf in Lateinamerika und der Karibik. Paraguay, Costa Rica, Ecuador, Uruguay, El Salvador, Panama, Kolumbien, Venezuela, Brasilien, Belize, Nicaragua und Guatemala nutzen alle Wasser-, Wind- und Sonnenenergie zur Stromerzeugung.

Die Region ist jedoch nach wie vor fest entschlossen, ihre reiche biologische Vielfalt und ihre Naturlandschaften zu schützen. Diese Ressourcen spielen eine entscheidende Rolle bei der Verringerung der Treibhausgasemissionen und der Erreichung des Ziels, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Diese Länder haben ihre Pavillons auf der COP28 genutzt, um erfolgreiche Initiativen im Bereich der erneuerbaren Energien vorzustellen und den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern in der Region und auf globaler Ebene zu fördern.

In diesem Zusammenhang ist die globale Bestandsaufnahme, die am Schlusstag des Gipfels vorgestellt werden soll, von großem Wert. Sie wird einen Fahrplan für einen erfolgreichen Weg zu grünem Wachstum, zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Förderung des wirtschaftlichen Wohlstands und zum Schutz des Planeten bieten.

https://wam.ae/a/aq30u27