DUBAI, 15. Februar 2024 (WAM) -- Der kolumbianische Kulturminister Juan David Correa hat die Auswirkungen der jüngsten Veränderungen wie des Klimanotstands und der Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz auf Kultur und Kunst hervorgehoben.
Er betonte die Bedeutung der Kultur in der Bildung und erklärte, dass sie die Grundlage für die Bekämpfung von Fehlinformationen und die Festlegung ethischer Grenzen für künstliche Intelligenz bilden sollte.
Er sprach mit der Emirates News Agency (WAM) während eines Treffens mit der kolumbianischen Diaspora in Dubai. Der kolumbianische Minister nahm an der UNESCO-Weltkonferenz über Kultur und Kunsterziehung teil, die vom 13. bis 15. Februar 2024 in Abu Dhabi stattfand. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Rolle der Kultur und der Künste in der Bildung.
Er sagte, dass sich seit der letzten Konferenz dieser Art in Seoul "viele Dinge verändert haben; es gibt einen Klimanotstand und Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz, die eine Herausforderung für die Kulturen und die Künste darstellen".
Der Minister betonte, dass Kultur, die mehr als nur künstlerische Ausdrucksformen umfasst, der Eckpfeiler der Bildung sein sollte. Dies würde die Schüler in die Lage versetzen, Fehlinformationen im Internet, einschließlich rassistischer und klassenfeindlicher Inhalte, kritisch zu bewerten und ein Verständnis für die menschlichen Ursprünge der künstlichen Intelligenz und die Notwendigkeit ethischer Grenzen zu entwickeln. Er hob hervor, dass Kultur ein Mittel sei, um mit anderen in Kontakt zu treten und die Vergangenheit zu verstehen, und dass sie die Wertschätzung für Natur und Umwelt fördere.
Er merkte an, dass die Kultur es dem Einzelnen ermöglicht, seine Umwelt und seine Rolle darin zu verstehen und eine neue Perspektive zu entwickeln, die zu einer ganzheitlichen Erkundung seiner Umgebung anregt. Darüber hinaus spielt die kulturelle Bildung eine wichtige Rolle bei der Förderung des Friedens, indem sie trotz Meinungsverschiedenheiten die Einheit fördert und so Konflikte und globale Krisen verhindern soll.
Im Bereich der Friedenskultur verfügt Kolumbien über einen großen Erfahrungsschatz, den es mit der Welt teilen kann, da es seit Jahrzehnten mit internen Konflikten zu tun hat und weiß, wie es ist, auf ein Friedensabkommen hinzuarbeiten. Aus all diesen Gründen, so fügte der Minister hinzu, sei Kolumbien nach Abu Dhabi gekommen, um die Welt um eine "Umgestaltung der Schulsysteme" zu bitten und dafür zu sorgen, dass Kultur und Kunst nicht länger "eine Art Fremdkörper in der Bildung" seien.
Im Rahmen seines Engagements im Bildungsbereich ergreift Kolumbien eine Reihe von Initiativen, um "Kultur und Sensibilität" in seine Schulen zu integrieren und "kreative Individuen" zu fördern, erklärte der Minister. In einem noch nie dagewesenen Schritt investiert die kolumbianische Regierung 70 Millionen US-Dollar, was ihre "höchste historische Investition in den Kultursektor" darstellt. Dieses ehrgeizige Projekt zielt darauf ab, Lehrkräfte in den Bereichen Kunst, Umwelt, Sport und Wissenschaft zu befähigen, in den nächsten vier Jahren an 5.000 Schulen einen kulturellen und künstlerischen Diskurs zu führen.
Während seines ersten Besuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten traf Minister Correa mit Scheich Salem bin Khalid Al Qassimi, dem Kulturminister, und anderen Vertretern aus Kunst und Kultur zusammen, um Synergien in diesem Bereich zu schaffen.
Der Minister äußerte den Wunsch, "Mechanismen der Zusammenarbeit und des Kulturtourismus zu aktivieren", und zwar durch die gegenseitige Teilnahme an Buchmessen, die Übersetzung von Texten aus dem Spanischen ins Arabische und umgekehrt und sogar die Möglichkeit, in Kolumbien ein Zentrum für arabische Studien zu gründen.
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