Von Binsal Abdulkader
ABU DHABI, 1. März 2024 (WAM) -- Die Schweiz unterstützt die plurilateralen Initiativen in der Welthandelsorganisation (WTO), da sie eine wichtige Rolle bei der Förderung von globalen Investitionen und Klimaschutzmaßnahmen spielen, so die Leiterin des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), Helene Budliger Artieda.
Als Nettoexporteurin von Investitionen unterstütze die Schweiz die Initiative "Investment Facilitation for Development" (IFD), die darauf abzielt, ein globales Abkommen zur Verbesserung des Investitions- und Geschäftsklimas auszuarbeiten, sagte sie der Emirates News Agency (WAM) anlässlich der 13. Ministerkonferenz der WTO (MC13) in Abu Dhabi.
Ministerin Artieda erwähnte auch, dass ihr Land an einer plurilateralen Klima-Initiative bei der WTO teilnimmt, die darauf abzielt, ein System zu schaffen, in dem umweltfreundliche Waren und Dienstleistungen ohne Zölle und technische Hürden gehandelt werden können. Sie betonte, dass Handel und Umweltfragen Hand in Hand gehen.
Sie ging auf die Bedenken einiger Entwicklungsländer ein, die argumentieren, dass plurilaterale Initiativen dem Buchstaben und dem Geist der WTO widersprechen, da sie keine Konsensentscheidungen unter Beteiligung aller WTO-Mitglieder erfordern.
Die Schweiz habe ein offenes Ohr für diese Bedenken und versuche, die Kluft zu überbrücken, betonte die Ministerin.
Sekretär Artieda stellte fest, dass viele Entwicklungsländer, einschließlich der am wenigsten entwickelten Länder (LDC), Initiativen wie die IFD befürworten, da sie ausländische Direktinvestitionen benötigen, um Arbeitsplätze in ihren Volkswirtschaften zu schaffen.
Die Schweizer Vertreterin brachte das Interesse der Schweiz an einem freien und regelbasierten Welthandel und einem robusten Streitbeilegungssystem in der WTO zum Ausdruck.
Sie betonte, dass die Schweiz an der Wiederherstellung eines zweistufigen Streitbeilegungssystems mit einer Berufungsinstanz arbeite.
In Bezug auf den elektronischen Handel sagte die Staatssekretärin, die Schweiz unterstütze die Verlängerung des Moratoriums für die Erhebung von Zöllen auf den digitalen Handel.
Die Schweiz sei offen für die Verhandlungen über die Landwirtschaft, sagte sie.
Die Schweizer Staatssekretärin lobte die VAE für die Ausrichtung der MC13 und lobte die Bemühungen des Landes, ein günstiges Klima für die internationale Zusammenarbeit zu schaffen.
Sie bekräftigte die enge Partnerschaft zwischen der Schweiz und den VAE und hob die hervorragenden Handels- und Investitionsbeziehungen hervor.
Die VAE sind Gastgeber der WTO-Ministerkonferenz (MC13), nachdem sie im Dezember erfolgreich die COP28, die UN-Klimakonferenz in Dubai, organisiert hatten.
An der MC13, dem obersten Entscheidungsgremium der WTO, das in der Regel alle zwei Jahre zusammentritt, nehmen rund 164 Staaten und Handelsblöcke teil.
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