Samstag 16 Oktober 2021 - 4:25:59 am

EXKLUSIV: Der pakistanische Präsident sagt, dass die Häfen Gwadar und Jebel Ali den internationalen Handel ergänzen

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Von Ibrahim Shukralla und Muhammad Aamir

DUBAI, 10. Oktober 2021 (WAM) - Der Hafen von Gwadar und der Hafen von Jebel Ali können nur "den internationalen Handel ergänzen und sich gegenseitig stärken", sagte der pakistanische Präsident Arif Alvi am Sonntag in einem Exklusivinterview mit der Emirates News Agency (WAM).

Bei seinem ersten offiziellen Besuch in den VAE als Präsident traf Alvi am Samstag mit Seiner Hoheit Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Vizepräsident, Premierminister und Herrscher von Dubai, zusammen. Außerdem weihte er den Pavillon Pakistans auf der Expo 2020 in Dubai ein.

In einem Interview in Dubai sagte Alvi, sein Land wolle dem Beispiel der VAE bei der Anziehung von Investitionen folgen.

"Der Hafen von Gwadar liegt den zentralasiatischen Staaten am nächsten ... Er ist eine Ergänzung zum internationalen Handel, eine andere Geschäftssituation, eine andere Pipeline für Waren", sagte der pakistanische Präsident. "Er wird den internationalen Handel ergänzen und das, was Jebel Ali tut, erweitern, so dass beide Häfen sich gegenseitig stärken können."

Der Hafen von Gwadar, der bei einer maximalen Tiefe von 12,5 Metern über eine Kapazität von 50.000 Schüttgutfrachtern verfügt, wird im Mai 2021 vollständig in Betrieb genommen. Der Hafen Jebel Ali in Dubai gilt als der verkehrsreichste im Nahen Osten und als einer der größten der Welt.

Zu seinem Treffen mit Scheich Mohammed und dem 50-jährigen Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Pakistan und den VAE sagte Alvi: "Es war mir eine Freude, Seine Hoheit zu treffen, ich bewundere und schätze die Rolle, die Dubai in der Welt spielt. Dubai hat es gut verstanden [Geschäfte zu machen], es hat begrenzte Ressourcen, aber es hat die Ressourcen der ganzen Welt zu sich eingeladen.

"Er gab mir sein Buch [Meine Geschichte], das in Urdu geschrieben ist, und ich werde es auf jeden Fall lesen, weil mich seine Biografie darüber interessiert, wie er den Wandel herbeigeführt hat. Bei der Führung geht es darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen, Menschen und Entscheidungsträger an seiner Seite zu haben und dann sein Land zu neuen Höhen zu führen. Das ist eine einzigartige Erfahrung in Dubai und den VAE, und genau das wollen wir auch in Pakistan erreichen.

"Die Beziehungen zu den VAE haben sich im Laufe der Jahre enorm verbessert, wissen Sie warum? Wegen des gegenseitigen Handels, wegen der pakistanischen Diaspora, die hier arbeitet, und weil wir immer neue Brücken bauen wollen. Das Fundament ist stark; es basiert auf Brüderlichkeit und einer gemeinsamen Religion, und da die Welt in dieser Region nach Frieden sucht, haben die VAE und Pakistan immer den Frieden gesucht."

Pakistan ist das erste Land, das die VAE 1971 als Nation anerkannte. Heute gelten die VAE als Pakistans größter Handelspartner im Nahen Osten mit einem bilateralen Handelsvolumen von 6 Milliarden US-Dollar, wie aus den jüngsten Zahlen der pakistanischen Botschaft in den VAE hervorgeht.

Alvi erklärte, sein Land könne viel von der Art und Weise lernen, wie die VAE sich als Investitions- und Handelszentrum in der Welt positioniert haben. "Es gibt zwei wichtige Dinge, die die Vereinigten Arabischen Emirate getan haben und die wir auch versuchen zu tun: Sie sind ein sicheres Land und haben in den letzten 30 bis 40 Jahren einen festen Standort geschaffen.

"Sie sagten den Investoren: 'Kommt her, errichtet Fabriken, es gibt keine Steuern, macht, was ihr wollt, exportiert es.' Die Leute waren sehr froh, das zu tun.

"Pakistan versucht, ein weiteres Geschäftsfeld zu schaffen, ähnlich wie die VAE: Wir haben Sonderwirtschafts- und Exportzonen, in denen Investitionen in industrielle Anlagen gefördert werden. Wir haben auch eine spezielle Behörde für Technologiezonen, in die man Kapital einbringen kann, und die Regierung garantiert, dass man das Kapital wieder abziehen kann, dass man seinen Gewinn abziehen kann, dass es keine Steuern gibt - keine Einkommens- oder Umsatzsteuern - es ist ein kapitalistisches Paradies."

Seit 2014 haben die VAE im Rahmen des Hilfsprogramms der VAE für Pakistan (UAE Pakistan Assistance Programme - UAE PAP) über 200 Millionen US-Dollar für die Ausrottung der Kinderlähmung in Pakistan bereitgestellt.

Der Präsident ist der Ansicht, dass das Programm zu "enormen Fortschritten in den letzten Jahren" geführt hat, und fügt hinzu: "Ich bin zuversichtlich, dass wir sehr bald keine [Polio-]Fälle mehr sehen werden."

"Es gibt drei Dinge, die wir mit Hilfe der VAE tun: die Verbesserung der Bildung, die Gesundheitsfürsorge für Frauen und Neugeborene sowie die Stärkung der Rolle der Frau und ihre Einbeziehung in die digitale Wirtschaft", fuhr er fort.

Übersetzt von: Magdy Elserougy.

http://wam.ae/en/details/1395302979221

WAM/German